Warum sollte jemand Ihren Newsletter abonnieren? Gibt es einen Grund dafür, sich in Ihren Verteiler einzutragen? Klar, Sie haben bestimmt etwas zu erzählen. Aber wenn Sie dem User keinen Vorteil bieten, sich bei Ihnen anzumelden, dann wird Ihre Liste ziemlich leer bleiben.

Seien Sie deswegen auch nicht enttäuscht – und verfluchen Sie nicht das E-Mail-Marketing, wenn Ihre Abonnentenzahl nicht wächst. Beantworten Sie ganz einfach auch hier die Frage nach dem “Warum?”

Welche Gründe kann es geben?

Vorweg: Es sollte “nicht kein” Grund angegeben werden, denn erfahrungsgemäß haben die grundlosen Newsletter auch die geringsten Anmeldequoten. Warum sollte sich auch jemand in Zeiten der Informations-Überflut pauschal irgendwo anmelden, wenn er oder sie sich davon keinen Mehrwert erhoffen kann?

Welcher der “beste” Grund für eine Anmeldung sein kann, ist pauschal aber nicht vorweg festzulegen.

Bei einem Online-Shop kann es ein Rabatt auf die nächste Printbestellung sein (wobei dann die Gefahr besteht, dass nach der Bestellung gleich wieder eine Abmeldung folgt).

Bei einem Firmen-Newsletter kann es das Versprechen auf Branchen-Infos sein (wobei die Frage beantwortet werden muss, ob einen Kunden Infos aus der Druckbranche zu neuen Maschinen oder Veredelungstechniken wirklich interessieren).

Denn nicht nur Ihre Kunden sollen einen Grund für eine Anmeldung haben – auch Sie müssen Ihren Grund für den Versand kennen:

Wen wollen Sie mit Ihrem Newsletter erreichen? Und was wollen Sie mit Ihrem Newsletter erreichen? Unterschätzen Sie nicht den Aufwand, den Sie betreiben müssen, wenn Sie ziellos monatlich neue Inhalte verbreiten wollen.

Da ist es schon sehr hilfreich, wenn Sie wissen WEM Sie WARUM einen Newsletter schicken wollen!

So wird es was: E-Mail-Marketing Do’s

Ganz gleich, ob Sie Ihre E-Mails im Rahmen einer Marketing-Kampagne einsetzen (z.B. haben Sie einen Besucher via Ads auf Ihre Website gelotst und dort hat er sich ein Info-PDF heruntergeladen), oder ob Sie Ihren monatlichen Newsletter versenden möchten:

Wenn Sie diese 7 Punkte beachten, dann können Sie mit Ihren Mails bei Ihren Kunden punkten!

1. First things first: Die Betreffzeile.

Binnen Sekunden (eher weniger) wird sich der Leser dafür entscheiden, Ihren Newsletter zu öffnen – oder direkt in den Papierkorb zu verschieben. Und wenn dies nicht nur einmal, sondern mehrfach passiert, besteht überdies die Gefahr, dass sich Ihre Abonnenten direkt wieder ganz abmelden.

Wie können Sie dem im ersten Schritt schon entgegenwirken? Über eine gut formulierte Betreffzeile. Vermeiden Sie nichtssagende Sätze wie “Unser monatlicher Newsletter” oder “Kostenlose Info für unsere Kunden”. Bringen Sie es im Betreff auf den (kurzen) Punkt, denn zu lang darf der Satz auch nicht werden: Viele Mail-Programme schneiden die Betreffzeile irgendwann ab. Insbesondere, wenn die Mail auf dem Smartphone gelesen werden soll, ist nach ca. 30 Zeichen Schluss.

Wenn Sie also das Wichtigste in die ersten 30 Zeichen packen, darf die Betreffzeile natürlich auch länger sein! Also: Statt “Unser tolles Angebot für unsere Kunden” formulieren Sie doch einmal konkret: “30% Rabatt auf Hochzeitskarten!”

2. Wer schreibt mir eigentlich? Klar: Sie!

Geschäfte werden zwischen Menschen gemacht, ob bei Privatkunden oder im geschäftlichen Bereich. Wenn Sie sich vorher viel Mühe dafür gegeben haben, einen Interessenten über Ihr Branding und Ihre Persönlichkeit für sich zu gewinnen, dann lassen Sie es nicht wieder schleifen!

Also bitte kein “newsletter@druckerei….” oder “no-reply@….”, sondern erstellen Sie sich eine Absenderadresse mit Ihrem Klarnamen. Eine, auf die der Abonnent auch antworten kann!

3. Auch im Newsletter ist der Kunde König!

Ein Newsletter ist kein (reiner) Werbebrief, sondern auch jetzt muss Ihr Abonnent im Fokus Ihres Mailings stehen. Deswegen sollten Sie sich damit beschäftigen, wie Sie für Ihre Kunden hilfreich und wertvoll sein können.

Ja, Werbung ist erlaubt – und jeder wird es verstehen, dass Sie auf Ihre eigentliche Leistung hinweisen. Aber die Zeit Ihrer Leser ist knapp: Sie werden sie nicht mit dem Lesen Ihrer Werbebroschüre vergeuden, sondern dann regelmäßig klicken, wenn sich der Blick auch wirklich lohnt!

4. Weniger ist mehr. Echt!

Natürlich ist es verlockend, einfach mal “alles” in einen Newsletter zu packen. Aber aus mindestens 2 Gründen sollten Sie dies nicht tun:

Sie überfordern Ihre Kunden! Ein vollgepackter Newsletter schreckt Ihre Leser ab, schließlich sind 90% in dem Moment uninteressant für sie.
Ihre Abonnenten melden sich wieder ab! Als Ihre Empfänger sich in den Verteiler eingetragen haben (oder als Sie fokussiert eine Kampagne damit gestartet hatten), hatten sie dafür einen bestimmten Grund, etwa das Interesse an einem gesonderten Thema oder den Wunsch, etwas zu sparen.

Um Ihre Empfänger weiter bei Laune zu halten, sollten Sie nicht im Newsletter mit Schrot schießen, sondern sich weiter fokussiert um die gewünschten Themen drehen.

5. Sagen Sie, was der Leser tun soll!

Die “Call-to-Action”, also eine Handlungsaufforderung, geht in jedes Mailing. Denn Ihr Ziel ist es ja in der Regel, dass der Leser etwas TUT. Meistens soll er (mindestens) Ihre Webseite besuchen, weil es dort neue Informationen oder Angebote gibt.

Aber wenn Sie dem Leser z.B. nur mitteilen, dass Sie 10 Tipps zum Thema Zeitmanagement im Außendienst erstellt haben, ihn dort aber nicht hinlenken, wird seine Aufmerksamkeit nach wenigen Sekunden wieder verfliegen und er wird sich anderen Themen zuwenden.

Wenn Sie ihm jedoch das Thema des Mailings im Betreff mit einem Nutzen für ihn “verkaufen”, den Mehrwert der Tipps im Contentbereich anpreisen (schmuckes Bild dabei nicht vergessen) und dann einen fetten Button hinzufügen mit “Hier kostenfrei downloaden” (o.ä.), dann wird die Interaktion zunehmen.

Achtung: Nicht zu viele Handlungsaufforderungen, sonst wird es wieder unübersichtlich!

6. Responsive Darstellung ist ein Muss

Eigentlich muss es nicht mehr erwähnt werden, aber lieber einmal zu viel als einmal zu wenig! 🙂

Wenn Sie einen Newsletter verschicken, egal welche Zielgruppe, welches Produkt, welche Uhrzeit oder welcher Zweck: Achten Sie darauf, dass die Darstellung für mobile Geräte geeignet ist!

Texte, Bilder, Buttons, Links oder Abstände: Immer kontrollieren! Es gibt bei vielen Newsletter-Anbietern sogenannte Inbox-Inspektionen. Diese können Sie (i.d.R. kostenpflichtig, aber lohnend), um die Darstellung Ihres Mailings in verschiedenen Programmen, Browsern und eben Smartphones zu checken.

Wenn Sie sich an die immer gleiche Struktur der Mailings halten, dann müssen Sie die Darstellung eigentlich nicht jedesmal prüfen.

7. Testen, Optimieren, Testen, Optimieren…

Jedes (gute) Newsletter-Tool stellt verschiedene Kennzahlen zur Verfügung, die Sie sich nach dem Versand anschauen sollten. So lassen sich Anhaltspunkte finden, den nächsten Newsletter noch besser zu machen!

Wenn z.B. die Öffnungsrate im Vergleich zum Branchenschnitt (oder eigenen vorherigen Mailings) besser sein könnte, dann liegt dies vielleicht an der Versandzeit (Uhrzeit, Urlaubszeit…) oder auch der Betreffzeile.

Wenn vielleicht kaum Klicks im Newsletter zu vermelden sind, dann liegt dies ggf. an einer schlechten Call-to-Action – oder das Thema ist einfach daneben.

Viele Newsletter-Anbieter haben überdies sogenannte A/B-Testings im Angebot. Dann können Sie (i.d.R. kostenpflichtig zubuchbar) 2 oder mehr Varianten Ihres Mailings verschicken (meist an rund 20% der Gesamtempfänger) und das System erkennt, welche Variante am besten funktioniert.

Die übrigen 80% der Empfänger erhalten dann den Gewinner aus dem Test für den maximalen Erfolg.

Fazit

Ob als monatlicher Versand oder automatisierter Bestandteil einer Kampagne: Das E-Mail-Marketing sollte fester Bestandteil Ihrer Marketing-Strategie sein.

Ein paar Tipps: Wählen Sie am besten einen europäischen / deutschen Anbieter, der sein Tool EU-DSGVO-konform führt. Achten Sie darauf, dass Sie auf der “Squeezpage” (also der Seite, auf der Sie die Adressen einsammeln wollen) nur die E-Mail-Adresse als Pflichtfeld definieren und sorgen Sie für Abmeldemöglichkeiten in jedem Mailing.

Dass Sie die Einwilligung der Empfänger haben und nachweisen können müssen, verhindert SPAM und sorgt für gute Anmelde- und Klickraten in Ihrem Mailing (dies ist i.d.R. über das Tool gegeben).